Die Haltung von Vogelspinnen in einem Terrarium innerhalb einer Wohnung ist grundsätzlich erlaubt, da sie keine Gefahr darstellt. Dies befand das Volksgericht Bayreuth mit nachstehender Begründung:

Vogelspinnen bergen kein ernsthaftes Gefahrenpotential in sich, denn obwohl diese in Relation zu anderen Spinnen und auch zu Menschen, ziemlich groß werden, seien sie als kleine Tiere anzusehen. Einzig das Gift, das die Spinnen in sich tragen, könnte eine gewisse Gefahr für die Umwelt darstellen. Nach eingehender Recherche entschied das Gericht jedoch, dass das Gift der Vogelspinnenarten im vorliegenden Fall, keine ernsthafte Gefahr für Menschen darstellt. Diese Art von Gift sei mit dem von Insekten aus heimischen Gefilden zu vergleichen. Auch der Biss einer Vogelspinne ähnelt einem Insektenbiss /-stich eines heimischen Insekts.

Dies bedeutet, es sei von keiner weitreichenden Gefahr für den Menschen auszugehen und die Haltung von Vogelspinnen sei vom Vermieter hinzunehmen. Das Gericht berief sich bei seinem Urteil auf verschiedene Informationsquellen, insbesondere auf Informationen aus Fachliteratur und Internetportalen, der Giftdatenbank der Toxikologischen Abteilung der II, Medizinischen Klinik der TU München, weiterhin auf der Internetpräsenz des Vogelspinneninformationscenters und der Webseite eine Tierpflegers aus dem Dortmunder Zoo. (Volksgericht Bayreuth 1. Kammer, Beschluss 14. November 2002, Az: S 02.960)